Siedlungsstruktur

Siedlungsstruktur

Der Siedlungskern Steinaus liegt um die Kirche in Lautentheil und Glind. Typisch sind aber die weitläufigen Straßenrandbebauungen. Dabei orientiert sich die von Straße und Kanal zurückliegende Einzelhofbebauung in Norder- und Süderwesterseite nach Westen zum Hohen Moor und in Norder- und Süderende nach Osten. Dazwischen liegt das Grünland des Auetals. Der Ortskern ist beidseitig bebaut. Untypisch sind die in die Niederungsbereiche führenden Erschließungsstraßen der jüngeren Bebauung. Untypisch ist auch die heutige Dominanz der Straßenverbindung Odisheim - Westerseite, gegenüber der ursprünglich erschließenden Ver­bindung von Norder- nach Süderende.

Altbachenbruch ist eine überwiegend einseitige Besiedlung auf der Westseite der die Gösche begleitenden Straße. Heute ist der Ortsteil durch den Kanal geteilt. Auf der anderen Seite des entwässernden Grabensystems (ehemaliges Moor) liegt die Besiedlung Mühedeich mit einer Bebauung überwiegend auf der Ostseite des erschließenden Weges und teilweise auf Moor- und Waldflächen.

Der Siedlungsbereich Höring orientiert sich an den parallel zum Kanal verlaufenden Wegen und wird von daher auch jünger sein als der Dorfkern und Westerseite.

Landschafts- aber auch Ortsbild prägend sind die Straßen begleitenden Kanäle. Im Dorfkern sind diese durch den Straßenausbau der Verbindung von Odisheim nach Westerseite teilwei­se zerstört.

Sowohl im Dorfkern, als auch in den Straßen parallelen Siedlungsstrukturen befinden sich einige ortstypische Fachwerkgebäude, zum Teil noch aus dem 19. Jahrhundert. Zwischen den Baum bestandenen Höfen (Windschutz) bestimmen immer wieder größere Freiflächen mit weiten Blickbezügen das Orts- und Landschaftsbiid. Prägend im Dorfkern sind Kirche und Friedhof, sowie der abgeknickte Verlauf der jetzigen Durchgangsstraße (vgl. Kap. 4.5.3 -Abb. Ausschnitt Handzeichnung Königl. Katasteramt Neuhaus von 1882).

Die ursprüngliche Besiedlung des Dorfes erfolgte auf entlang von Dammwegen beiderseits des Flusstals der. Aue. Der Ortskern war der verdichtete Bereich für Versorgung und das typi­sche dörfliche Gewerbe, sowie die Kirche und die beiden Gaststätten.

Siedlungsstruktur 1897

Abb.:      Ausschnitt Siedlungsstruktur 1897

Hundert Jahre später (1897 preußische Landesaufnahme) wurde die Struktur durch den Ka­nalbau deutlich verändert. 

Quelle: Dorferneuerungsplan Steinau 2007, Planungsbüro stadtlandfluss, Horneburg

2018  Steinau Niedersachsen  
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